Seit vielen Jahren verbindet das Theater Plauen-Zwickau und das Museum Burg Schönfels eine besondere Zusammenarbeit, die das kulturelle Leben der Region nachhaltig prägt. Mit der neuen Sonderausstellung „Das Theater mit der Burg – Eine gelebte Partnerschaft“ würdigt das Museum diese Verbindung und lädt Besucherinnen und Besucher ein, einen Blick hinter die Kulissen dieser Erfolgsgeschichte zu werfen.
Wenn sich in den Sommermonaten die historischen Mauern der Burg Schönfels in eine eindrucksvolle Freilichtbühne verwandeln, entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel von Geschichte, Architektur und darstellender Kunst. Jahr für Jahr schafft das Theater Plauen-Zwickau in dieser besonderen Atmosphäre unvergessliche Aufführungserlebnisse und macht die Burg zu einem Ort der Begegnung und des gemeinsamen kulturellen Erlebens.
Die Ausstellung knüpft an diese sommerlichen Theatermomente an und verlängert die Spielzeit über die letzte Vorstellung hinaus. Originalkostüme, Requisiten, Plakate und Filmausschnitte eröffnen faszinierende Einblicke in die Welt hinter den Inszenierungen und machen die enge Verbindung zwischen Theater und Museum auf anschauliche Weise erlebbar.
Zugleich versteht sich die Ausstellung als Zeichen einer gewachsenen Partnerschaft zwischen zwei wichtigen Kulturinstitutionen der Region. Sie zeigt, dass Kultur dort ihre größte Wirkung entfaltet, wo Zusammenarbeit, Austausch und gegenseitige Unterstützung gelebt werden.
Gerade in einer Zeit, in der beide Einrichtungen vor großen Herausforderungen stehen und ihre Zukunft alles andere als gesichert ist, gewinnt diese Verbundenheit besondere Bedeutung. Kultur braucht Orte, an denen Geschichte bewahrt, Kunst geschaffen und Menschen miteinander in Austausch gebracht werden. Sie braucht aber ebenso den Entschluss zur Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement für ihren Erhalt.
Die Partnerschaft zwischen dem Theater Plauen-Zwickau und dem Museum Burg Schönfels steht beispielhaft für diese Überzeugung, dass Kultur ihre volle Kraft vor allem im Miteinander entfaltet. Wenn Institutionen ihre Kräfte bündeln, entstehen Räume der Begegnung, des Erlebens und der Inspiration – und damit wichtige Grundlagen für eine lebendige und vielfältige Gesellschaft!
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„Die kleine Sonderausstellung im Rittersaal“ ist ein neues Ausstellungsformat für zweidimensionale Sammlungsobjekte. Ab dem 21. Oktober widmet sie sich einem besonderen Museumsbestand: der Schönfelser Ortschronik.
Die 31 Aktenordner umfassende Sammlung wurde zwischen 1983 und 2012 von Erika Kötzsch, der langjährigen Leiterin der Schönfelser Schule, zusammengetragen und 2013 dem Museum übergeben.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl der umfangreichen Ortschronik und geht dabei drei zentralen Fragen nach:
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Was ist eine Ortschronik?
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Welchen Einfluss nahm der Staat auf ihre Entstehung und Führung?
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Und was macht die Schönfelser Chronik so besonders?
Dabei wird deutlich: Die Chronik ist weit mehr als nur eine Sammlung historischer Dokumente. Sie erzählt von der DDR-Geschichtspolitik, dem politischen Umbruch von 1989/90 sowie dem Wandel des ländlichen Raums in den folgenden zwei Jahrzehnten. Sie zeigt, wie sich politische Veränderungen im Alltag eines Dorfes widerspiegeln und die Sicht auf die eigene Geschichte verändern.
Es ist keine nostalgische Dorfgeschichte, sondern große Geschichte im Kleinen.
Die Schönfelser Ortschronik macht sichtbar, wie politische Systeme, gesellschaftliche Vorstellungen und der Alltag vor Ort miteinander verbunden sind.
Zugleich erzählt die Ausstellung die Geschichte einer Frau, die fast 30 Jahre lang die Geschichte ihres Ortes sammelte, ordnete und bewahrte. Erika Kötzsch steht damit für eine bislang wenig beachtete Form weiblicher Geschichtsarbeit im ländlichen Raum.
Die Ausstellung lädt dazu ein, genauer hinzusehen:
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Was wird erinnert?
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Was wird ausgelassen?
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Und wer entscheidet darüber, was zur Geschichte eines Ortes wird?
